Bruno Pronsato: Why Can‘t We Be Like Us (hello?repeat records)

Bruno Pronsato

Ursprünglich hat Steven Ford alias Bruno Pronsato seine Wurzeln in der Hardrockszene seiner Heimatstadt Seattle. 2003 präsentierte er erstmals auf Orac Records seine Vorstellung elektronischer Musik, die von drumlastigen Rhythmen und treibenden Elementen bestimmt ist. Es folgten Veröffentlichungen u.a. auf PhilPot, Perlon, Telegraph und Akufens Musique Risquée. Obwohl ein Vertreter des zeitgenössischen Minimal-Techno, geht der Stil des in Berlin lebenden Italo-Kanadiers weit über den typisch formalistischen Minimalismus hinaus. Statt stromlinienförmigen Minimal im Auge zuhaben, schwebte ihm ein neuer, abstrakterer Sound vor, der von einer dunklen, organisch perkussiven Note lebt. Nach drei Jahren Pause bringt der Produzent und begnadete Live-Performer Bruno Pronsato wieder ein Album in Umlauf. Diesmal erzählt er mit linearer Funkyness eine aus neun langen Stücken bestehende Geschichte mit überraschenden Wendungen, flirrenden Sounds, warmen Basslines, losen Vocalsamples, raumgreifenden, bauchigen Tom-Drums und Claps. Von Kapitel zu Kapitel werden rhythmische Emotionen freigesetzt, die handelsüblicher Dramaturgie die kalte Schulter zeigen. Am Ende des Albums gipfeln diese Kreationen dann klimatisch im letzten Stück, das dem Album auch seinen Namen gibt: „Why Can‘t We Be Like Us“. Eine gereifte Form von Clicks‘n'Cuts.

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Rezension: Roly